Die fünf besten Alben, die ich 2010 gekauft habe.
Anywhere I Lay My Head von Scarlett Johansson
Eine gute Freundin spielte mir einen Song vor und fragte mich, ob ich die Stimmer erkenne. Seither ist dieses Album nonstop in meinen Playlists vertreten. Johanssons Stimme ist tief, bewegend, einfach, unglaublich kraftvoll, einfach unglaublich stark. Sehr passend zu den traurig-poetischen Songs von Tom Waits. Am Anfang ist es ungewohnt, aber Waits rauhe Nachdurchzechternachterstnachmittagsaufgestandenundnacheinerhalbenflaschewhiskeydirektansmikrophon-Stimme vermisst man kaum. Von solchen Sängerinnen wünsche ich mir noch mehr Musik wie Falling Down.
The Suburbs von Arcade Fire
Schlammschlacht am Southside Festival. Arcade Fire trat auf die Bühne und spielte die Sonne zwischen den Wolken hervor. Da mag es niemand verdenken, wenn eine emotionale Bindung entsteht. Alle zusammen teilten wir diesen kurzen Moment des Sieges gegen das schlechte Wetter. Kurz darauf erschien The Suburbs mit diesem unverwechselbare, eingängigen Sound.
Noel Gallagher’s High Flying Birds
Noel der Messias. Nach der Enttäuschung durch Beady Eye, insbesondere Live, zitterte ich, als ich die Scheibe zum ersten Mal einlegte. Würde ich mich von endgültig von den Gallagher Brüdern trennen müssen? Nur noch alte Oasis-Alben wieder und wieder hören? Zum Glück nicht: High Flying Birds zeigt den Genius von Noel als Songwriter. Gitarre, voller Sound und einen Schuss Beatles.. Alles im selben Glas verrührt gab’s sogar noch ein tolles Video (If I Had A Gun…) mit Noel als Pfarrer. Anders als Oasis, aber trotzdem kool.
Passive Me, Aggressive You von The Naked & Famous
Auf einem Endlesspowder-TimeLapseVideo hörte ich zum ersten Mal Young Blood. Nach zehnmal hören interessierte mich, wie die Band wohl sonst noch klingt. Siehe da, ein starkes Album voller Songs mit Pfeffer. Irgendwo im Niemandsland zwischen Pop und Rock tanzbare Songs, ohne dass man dabei unkool wirken könnte.
Take Them On, On Your Own von Black Rebell Motorcycle Club
Irgendeine Zeitschrift schrieb eine Randnotiz über Black Rebell Motorcycle Club. Wäre der düster-klangvolle Name nicht gewesen, ich hätte die Notiz wohl weder bemerkt noch gelesen. Im Internet fand ich mehr und fiel diesem Sound zum Opfer. Schmeckt nach Leder, Tätowierungen und wilden Haaren. Aber ungefährlich, den We’re All in Love.




