Donnie Darko

March 3rd, 2010

Quando le donne avevano la coda war ein cineastisches  Meisterstück, ein Eckpfeiler der Filmgeschichte und ein Meilenstein in meiner Jugend. In die Top Five meiner Lieblingsfilme schafft es der Streifen jedoch nicht.

Mein Lieblingsfilm war Stranger Than Fiction von Marc Forster. Ein Hammerfilm mit einem genialen Plot. Endlich, dachte ich, als ich ihn zum ersten Mal sah, endlich ein Film ohne Happy End. Leider wurde ich Minuten später enttäuscht, als der Held doch überlebte und sein Mädchen kriegte. Trotzdem: Ich komme nicht aus dem Schwärmen heraus. Ich fand die Geschichte schlicht umwerfend und revolutionär.

Dann habe ich, endlich, Donnie Darko gesehen. Ich hatte den Film schon lange auf meiner Muss-ich-mal-schauen-Liste, aber immer wieder nach unten korrigiert. Schlicht, weil ich nicht wusste, um was es überhaupt ging.  Eigentlich schade, wieviele Jahre ich verschwendet habe, ohne diesen Film gesehen zu haben.

Am Anfang habe ich mich gefragt, warum die Macher beim Kaninchen bzw. bei dessen Kostüm gespart hatten. Dann aber zog mich der Film in seinen Bann. Ich war beeindruckt, von der Stimmungsdichte und der andauernden Spannung. Die Szenen gehen meist langsam voran und man weiss nie, was als nähstes geschieht. Donnie könnte jederzeit ausrasten und alle niedermetzeln, die ihm in die Quere kommen. Oder er erzählt Gretchen von seinen Problemem und wäre geheilt. Der Film ist schlecht einzuordnen: Ist es Horror, Suspence, Thriller, Drama oder sogar eine Komödie? Das macht ihn unberechenbar. Auch geübte Filmegucker können nicht vorhersehen, was geschieht.

Das Ende des Films fand ich schlicht genial. Ohne zuviel zu verraten: Eine unerwartete Wendung, eine Lösung, die nicht alle Fragen beantwortet und, was für mich am wichtigsten ist, kein Happy End. Donnie Darko hat definitiv meine Top Five gesprengt. Ich bin noch unschlüssig, ob er auf Platz eins oder zwei zu liegen kommt.

Trivia: Sowohl in Stranger Than Fiction als auch in Donnie Darko spielt Maggie Gyllenhaal eine Nebenrolle. Kann das Zufall sein?

Stich mit Bart

January 27th, 2010

Kürzlich habe ich den neuen Bart-Trend prophezeit: Alan aus Hangover war der Erste. Frankie Slow Down hat den Trend aufgegriffen. Das stimmte mich nachdenklich: Sollten Vollbärte auch ausserhalb von Eishockey-Playoffs wieder die Köpfe grosser Männer zieren müsste ich mitziehen. Zumindest im Rahmen meiner bartwuchsmässigen Möglichkeiten.

Noch lieber wäre ich ja voran gegangen. Doch beim voran gehen ist es so eine Sache: Man weiss nie, ob die anderen dann auch tatsächlich folgen. Da krempelt man die Ärmel nach hinten und stürzt sich in eine Schlägerein, der Unterstützung im Rücken gewiss. Doch kaum hat man dem grössten Gegner den ersten Schwinger ins Gesicht platziert, merkt man, dass sich die anderen doch noch umentschieden haben. Das ist natürlich nur ein Gedankenkonstrukt eines rein theoretischen Berserkers. In der Realität bin ich ja ganz kuschelig. Ausserdem waren Alan und Frankie ja schon vor mir da.

Aber die Bartsache hat jetzt eine neue Dimension erreicht: Sting hat den Bart auch stehen lassen! Ich habe mich immer gefragt, wie er mit einem so coolen Künstlernamen seine Band The Police nennen konnte. Wie kommt man auf die Idee seine eigene Band nach Gesetzeshütern zu benennen? Trotzdem, Sting hat keinen Schnauzer, sondern einen Bart. Nach den Kumpeltypen Alan und Frankie trägt jetzt auch Den-die-Frauen-wollen Sting Stahlwatte im Gesicht. ich sollte meine Rasierklingen wohl tatsächlich im Internet versteigern.

Eierkochen ist keine Glückssache

January 25th, 2010

Es soll ja Männer geben, die trotz abgeschlossenem Studium versuchen ein Ei in der Bratpfanne zu kochen. Noch unversehrt in der Schale.

Eigentlich mag ich gar keine Eier. Nur wenn sie zu einer Torte oder einer Mousse au Chocolat verarbeitet wurden. Trotzdem kann ich ein Ei kochen. Wie das geht möchte ich jetzt nicht verraten, sonst würde ich gegenüber jenen, die es nicht wissen einen Vorteil preisgeben. Meine Omeletten sind zwar Mangels Übung nicht immer schön rund und regelmässig dick, aber sie geben sich Mühe, wie Omeletten zu wirken. Und ich kann sogar noch andere Dinge kochen.

Grundsätzlich ist mir egal, wie gut andere Männer kochen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich davon essen muss, ist erfreulich klein. Genauso klein ist aber auch mein Verständnis für solche, die nach Abschluss des Studiums noch immer kein Ei zustande bringen. Wenn sie wenigstens wüssten wie, aber keinen Erfolg dabei haben. Aber wenn er nicht einmal weiss, wie er das anfangen sollen.

Zum Glück gibt es Internet. Da kann man nachschlagen, wie man(n) ein Ei kocht. Könnte man(n). Doch Dummheit ist stolz, so dass er einfach probiert. Anschliessend lädt er die Holde auf eine Pizza ein, weil es in der Küche nach verbranntem Öl und angekohlter Eierschale riecht. Kein Schreibfehler, er hat tatsächlich eine Freundin. Unvollstellbar.

Ideologien im Vergleich

January 18th, 2010

Ich bin am Wochenende beim Aufräumen auf einen alten Zettel gestossen. Ein Wortspiel mit Sh** und dem Inhalt diverser Religionen und Philosophien.

Taoism:  Shit happens!

Confucianism: Confucius said, shit happens!

Buddhism: If shit happens, it is not really shit.

Zen Buddhism: What is the sound of the shit happening?

Hinduism: This shit happened before.

Islam: If shit happens, it is the will of Allah.

Protestantism: Let shit happen to someone else.

Catholicism: If shit happens, then you deserve it.

Judaism: Why does this shit always happen to us?

New Age: I firm that shit does not happen to me

Atheism: I don’t believe this shit.

Rastafarianism: Let’s roll this shit up and smoke it!

Back to School

January 12th, 2010

Ein Studium in Angriff nehmen, wieder zur Schule zu gehen. Drei Jahre nach der kaufmännischen Lehre und sieben Jahre nach Abschluss der Matura die eigene Ausbildung wieder aufnehmen, fortsetzen, neu lancieren. Der Gedanke zu studieren geisterte nicht erst seit gestern in meinem Hinterkopf herum. Nicht erst seit gestern habe ich mich mit dem was und wo auseinander gesetzt. Nach langer Odyssee war ich froh, einen Studiengang gefunden zu haben, der meinen Vorstellungen entsprach. Froh war ich auch um Bambi, einen Studenten, der mir dieses Studium in wärmsten Tönen weiterempfohlen hatte.

Im September führte mein Weg also zurück in die Schulzimmer, zurück zu Lehrerinnen und Lehrern. Aus freien Stücken. Ich freute mich und war sogar bereit viel Geld dafür bezahlen.

Die Schule ist ein Glückstreffer. Ein imposanter Betonbau, der trotzdem Wärme ausstrahlt, mit verwinkelten Gängen und Stockwerken, in denen man sich auch am Ende des ersten Semesters noch verirrt. Die Wärme setzt sich in den Zimmern fort. Die Schule befindet sich zwar in Zürich, ich nehme den Weg (und der ist, für Schweizer Verhältnisse, nicht kurz) aber gerne auf mich. Schliesslich muss ich dort nicht viel Zeit verbringen. Die Schule liegt ideal, nur drei Gehminuten vom Hauptbahnhof Zürich entfernt. Sechs Minuten Zürich, dreimal die Woche, sind verkraftbar.

Die meisten Dozenten sind nicht nur Fachleute und Experten, sondern geben sich auch die Mühe, interessant und didaktisch klug zu unterrichten. Auf, dass in den Spinnweben in den leeren Schädeln der Studenten auch tatsächlich etwas hängen bleiben möge. Innert kürzester Zeit hat sich ein Sammelsurium aus Fachwissen und Anekdoten angehäuft, das ich nicht mehr missen möchte.

Zum ersten Mal sind auch die Klassenkolleginnen und –kollegen ähnlich gesinnte. Früher hatten alle Mitschüler den bisher gleichen Weg hinter sich, aber völlig verschiedene Ziele. Hier ist es anders: Jede und Jeder hat eine andere Vergangenheit, eine andere Vorbildung und übt einen anderen Beruf aus. Aber alle haben ein ähnliches Ziel und vorerst den gleichen Weg vor sich.

Hinter mir liegt ein Semester aus Erfahrungen und Erlebnissen, die ich mit Freude aufgesogen habe. “Zurück an der Uni” hat das alte Leben des Schülers und Studenten neu begonnen.

Die Angst vor der weissen Seite

January 9th, 2010

Wir Schreiberlinge, egal wie oft, wie gut oder erfolgreich wir schreiben, kennen sie alle. Davon gehe ich aus. Die ratlose Panik, die einem befällt, wenn man vor dem leeren Dokument sitzt, digital oder aus Zellulose.

Im Computer zuhause, in der anderen Jacke, in der Agenda oder im Notizbuch hätte man doch noch so viele Ideen skizziert. Manchmal befällt mich das Gefühl sogar, wenn ich mein Notizbuch hervor nehme, um ein paar Gedanken zu sammeln und im Notizbuch für später fest zu halten. Gerade eben hatte ich doch noch eine gute Idee. Auf der Rückseite des Prospekts hatte ich gestern zwei bahnbrechende Zeilen notiert.

Aber hier sitze ich nun und schreibe statt an einer Revolution an einer angefangenen Seite über Angst. Wenigstens ist die Seite nicht mehr leer. Wie gehen die professionellen Schriftsteller wohl mit dieser Angst, dieser Ratlosigkeit um? Wie sie’s im Fernsehen tun, weiss ich von Hank Moody. Seine Lösung ist sicher attraktiv, ob sie hilft, müsste ich erst ausprobieren. Aber Hank hat eigentlich auch nicht Angst vor der weissen Seite, sondern eine Schreibblockade. Ich denke, das spielt in einer anderen Liga. Die Angst vor der weissen Seite ist gewissermassen die Angst, die weisse Seite nicht überwinden zu können und dann in eine Schreibblockade zu geraten.

Das führt zum Gedanken, ob die Angst vor der weissen Seite nicht zum Schriftstellen gehört. Macht diese Angst den Schriftsteller erst zum Schriftsteller? Gehört sie zum idealen Schriftsteller? Hätte der Schriftsteller-Schlumpf Angst vor der weissen Seite?

Peinliche Liebesgeständnisse

January 7th, 2010

“Warren Beatty  – Der grössste Liebhaber aller Zeiten” lautete gestern die Schlagzeile eines Gratisblattes. Ja, ich muss leider gestehen, zwischendurch immer wieder dem Fluch zu erliegen.

Ein Freund habe ausgerechnet, dass Warren Beatty mit 12′775 Frauen geschlafen habe. Auf’s Loch. Ziemlich genau gerechnet oder geschätzt, oder nicht? Wenn nur keine Frau kommt und Herrn Beatty und seinen Freund verklagt, weil sie als Nummer 12′776 übergangen wurde.

Einiges interessanter fand ich aber eine kurze Aufstellung in einem Kasten daneben: Im Vergleich zu Beatty ist Kiss-Sänger Gene Simmons ein Waisenknabe. Er hat kürzlich zugegeben, mit 4′600 Frauen geschlafen zu haben. Jack Nicholson gestand 9′000 Affären, Julio Iglesias 3′000.

Zugegeben…gestand… Die armen Teufel wurden von der bösen Presse glatt gezwungen, nachzuzählen und zuzugeben, mit wievielen Frauen sie Sex hatten. Die Geständnisse wurde ihnen unter Folter abgerungen. Viel lieber hätten sie die Zahlen für sich behalten. Schliesslich ist es uns Männern peinlich, wie viele wir hatten. Niemals würden wir damit herumprahlen. Ein Schelm, wer Böses von den Herren denkt.

Sturzenegger

January 6th, 2010

Als ich sieben oder acht Jahre alt war, musste ich schmerzhaft erfahren, wo der Unterschied zwischen Vornamen und Nachnamen liegt. An einem Mittwochnachmittag hatten wir Knirpse auf dem schiefen Fussballplatz unten im Dorf zum Fussball spielen abgemacht. Ja, abgemacht. So richtig vorher mündlich vereinbart. Und alle waren pünktlich da. Das war damals nicht wie heute, wo man zwei Tage vorher per E-Mail ankündigt, man werde am Vorabend anrufen. Trotzdem telefoniert man erst eine halbe Stunde vor dem Spiel. Pünktlich erscheinen aber nur die Hälfte. Die andere Hälfte schreibt ein SMS, sie komme später oder gar nicht.

Jedenfalls, an diesem Mittwochnachmittag, da bin ich überzeugt, war einer zu wenig. Ich bin überzeugt, dass es Mittwochnachmittag war. Dass einer zu wenig war, ist eine Tatsache, sonst hätte diese Geschichte nie stattgefunden und ich könnte sie nicht erzählen. Ich bin überzeugt, dass es Mittwochnachmittag war, weil es stark nach einer Mittwochnachmittag-Geschichte klingt und weil die Bilder in meinem Kopf eindeutig Mittwochnachmittag-Wetter zeigen. Deshalb bin ich mir so sicher. Ausserdem hatten wir Mittwochnachmittags immer schulfrei.

Weil einer zu wenig war, suchten sich die Grossen den Schwächsten aus, um den Hügel hinauf zu laufen und noch einen Spieler zu holen. Der Schwächste war ich. Ich sollte zu einem Haus hinauf laufen und den Sturzenegger holen. Wenn der käme, wären wir genug und das Spiel könnte beginnen. Ich war misstrauisch und glaubte zuerst nicht, dass der Sturzenegger dort oben wohne. Schliesslich liess ich mich aber doch überzeugen und rannte los.

Es ist noch zu sagen, ich kannte Sturzenegger. Das heisst, ich wusste, wer Sturzenegger war. Er ging mit dem ältesten Bruder meines Freundes in dieselbe Klasse. Als ich oben angelangt war, fand ich am beschriebenen Haus tatsächlich die Klingel mit dem Schild Sturzenegger. Ich klingelte und wartete. Eine Frau öffnete und ich grüsste: „Grüessech Frau Sturzenegger, kommt der Sturzenegger noch mit runter zum Fussball spielen?“

Ich habe erst begriffen, warum Frau Sturzenegger so komisch guckte, als sie fragte: „Welchen Sturzenegger meinst du?“

Ich wusste damals weder wie die Familie Sturzenegger beschaffen ist, noch wie der Sturzenegger zum Vornamen hiess. Ich bin davon gerannt und habe Mutter Sturzenegger im Türrahmen stehen lassen. Später erfuhr ich, dass der Sturzenegger noch einen grossen Bruder und einen Vater hatte.

Der Sturzenegger kam später tatsächlich noch zum Fussball spielen. Der richtige Sturzenegger. Er kannte mich natürlich nicht, denn in der Schule ist es in allen Altersstufen immer dasselbe: Die jüngeren kennen alle älteren Schüler mit Namen und sogar deren Streiche und Geschichten. Die älteren kennen die jüngeren nicht. Höchstens die aus der direkten Nachbarschaft oder jüngere Geschwister von Gleichaltrigen.

Heute weiss ich, dass Sturzenegger kein Vorname ist. Ich weiss auch, dass sowohl der Sturzenegger als auch sein Bruder und sein Vater damals vom ganzen Dorf Sturzenegger genannt wurden. Ich weiss aber bis heute nicht, ob die Leute im Dorf die Vornamen der drei Sturzeneggers kennen und ob sie wissen, von welchem Sturzenegger jeweils die Rede ist.

High Fidelity: Top Five 2009

January 3rd, 2010

Inspiriert von Nick Hornbys High Fidelity und gesehen bei Loretti. Die Top 5 meiner im 2009 gekauften Alben:

1. Glasvegas von Glasvegas
Die Band wurde von dem ehemaligen schottischen Fussballspieler James Allan gegründet. Die Rockhymnen und die wummernde Basedrum haben sich in meinem Gehirn festgesetzt. Das Album ist für mich grandios und gehört in jede Sammlung.  Ich bin richtig süchtig nach Glasvegas. Insbesondere: Flowers And Football Tops, Geraldine und Go Square Go.

2. Pull The Pin von Stereophonics
Ich habe mir 2009 zwei CDs von den Stereophonics gekauft (Pull The Pin und Word Gets Around). Die Band spielt die fliessende, verzerrte und eingängig Art von Gitarrenmusik, die ich liebe. Pull The Pin ist ein bisschen härter und kriegt darum den Vorzug. Ohrgenuss mit Stone, I Could Lose Ya und Pass The Buck.

3. Limited von The Monofones
Mein alter Lehrer hat eine der besten CDs des Jahres herausgegeben. Klingt ziemlich spiessig, oder? Die Musik der Monofones ist aber alles andere als spiessig, sondern irgendwo zwischen Punk und Rockabilly. Und mein alter Deutschlehrer spielt die verzerrte Gitarre. Das Album möchte ich jedenfalls nicht mehr missen müssen. Darum habe ich mir gerade das Neue bestellt.

4. Don’t Believe The Truth von Oasis
Darauf sind Hammersongs wie The Importance Of Being Idle, Turn Up The Sun und Lyla. Letzterer ist zwar schon fast so pop(ulär), dass er von staatlichen Radiosendern gespielt werden könnte. Trotzdem bekomme ich schon vom Anfang dieses Liedes eine Gänsehaut, wenn der Bass pulsiert und Liam die ersten Zeilen ins Mikrophon ruft. Don’t Bevelieve The Truth ist das letzte Oasis-Studioalbum, das mir noch gefehlt hat.

5.The Beatles (The White Album) von The Beatles
Das Legendäre White Album musste ich unbedingt haben. Da ist von allem was dabei: Reggae, Pop, Rock und Metal. Das Album ist voller Perlen wie zum Beispiel Happiness Is A Warm GunEverybody’s Got Something To Hide Except Me And My Monkey und dem härtesten Rocksong aller Zeiten: Helter Skelter.

Mein Vorsatz fürs neue Jahr: Ich will mir die Top 5 von Loretti anhören. Vielleicht schafft es eine davon in meine Top 5 für 2010.

Silvester oder Das Ende des Jahres II

December 29th, 2009

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche. Die Ewige Frage, was man am Silvesterabend machen möchte. Rauschende Party oder gemütlich zwischen Küchentisch und Sofa, kostümiert oder nicht, im Skiort oder in der Stadt, sturzbetrunken oder so, dass man sich später noch dran erinnern kann, draussen auf dem verschneiten Dorfplatz oder drinnen in der Disco, unter guten Freunden oder in der anonymen Menge, Turnhalle oder Berghütte, wild auf der Tanzfläche oder lässig, mit dem Ellenbogen auf den Bartresen gestützt. Oder doch lieber alleine mit Bier und Sandwich und um halb zwölf schlafen gehen?

Jede/r weiss, dass man sich früh überlegen soll, wo man was und mit wem tun möchte. Berghütten, Tickets und die lässigen Plätze an der Bar sind begehrt und begrenzt. Doch wer Freunde hat, hat die Qual und am Ende (schön doppeldeutig, oder nicht?) läuft es immer wieder darauf hinaus, dass man am 30. Dezember noch immer nicht weiss wohin die Reise geht.

Eines muss man dem Silvester aber lassen: Er nimmt uns Jahr für Jahr die Entscheidung ab, Wann gefeiert wird. Ein echter Gentleman, dieser Silvester.