Archive for the ‘O’Fünfuhrteefix’ Category

Mein Central Perk

Tuesday, December 9th, 2008

Ich glaube, ich habe mein Central Perk gefunden.

Phoebe, Joey, Chandler, Ross, Rachel und Monica haben mich durch meine Jugend begleitet. Und würden es wohl noch immer tun, wenn es die Serie “Friends” noch gäbe. Durch die Jugend begleiten meine ich.

Seit meiner ersten Staffel war ich auf der Suche nach meinem eigenen Central Perk. Einem Feierabend-Lokal, wo man sich trifft, diskutiert, Spass hat und auch Mal die Nächte durchzecht. Wo man sich wohl fühlt und ausspannen kann.  Wo man Freunde und bekannte Gesichter trifft. Wo man zu hause ist. Ein harter Krieger will nach Jagd und Schlacht ja auch sein schwer verdientes Bier trinken.

Mein Central Perk heisst La Cueva. Eine kleine Bar, die eine Strasse weiter eröffnet wurde. Bier, Wein, Tequila, laute Musik, ein knappes Dutzend Barhocker, eine Bank an der Fensterfront, kleine Wandtische,  aussergewöhnlicher Barkeeper und durchgeknallte Gäste. Männerherz was willst du mehr?

Die Bar und der Krieger waren sich sofort sympathisch. Honeybunny, Catwoman, der Kapitän und der Seebär teilten die Ansicht. Entsprechend feucht und lang zog sich die Nacht.

Seither sehnsüchtige Blicke im Vorbeigehen: Die Barhocker stehen oben. Die Öffnungszeiten entsprechend leider nicht denen des Central Perk. Ein Umstand, der noch anzupassen wäre.

Zum Sport: Das Spiel ging kurz vor dem Barbesuch verloren. Entsprechend feucht und lang zog sich die Nacht.

Draussen schneit es.

Kreativitätsdoping

Wednesday, September 24th, 2008

Ich sitze hier am PC mit einem Glas Rotwein neben mir und schreibe.

Vorhin sass ich noch mit Honeybunny und einem Glas Rotwein im Wohnzimmer vor dem Fernseher, als mich die Muse packte und ins Arbeitszimmer zerrte. Honeybunny sieht noch etwas fern. Zugegeben, es ist recht gemütlich hier: Mein geliebter Lederbürosessel, das Weinglas, das Licht der Schreibtischlampe, ich schreibe… Hat irgendwie etwas von Lebemann und Künstler. Wie in einem Film. Der Schriftsteller setzt sich mit einem Glas Rotwein hin und “arbeitet”. So kommt das meiner Vorstellung vom Schreiben sehr nahe.

Die Schreibwut fliegt über die Tasten.

Sind schon recht schmutzig, die Tasten. Sollte sie vielleicht Mal reinigen, allerdings passen sie grad gut ins Bild. Ein bisschen Schmutz und Chaos muss sein. Fördert die Kreativität. Genau wie der Wein. Wenn ichs mir recht überlege, ist es tatsächlich so: Alkohol, vorallem Wein, brachte immer wieder gute Einfälle für Texte, für Figuren, für Geschichten… Muss ich mir merken. Ich werde das ab jetzt so einführen. Wein trinken und schreiben. Vielleicht noch etwas rumexperimentieren. Mal mehr Wein, mal weniger Wein. Mit diversen Traubensorten oder auch mit anderen Feuerwassern.

Hmmm…apropos rumexperimentieren…in der Küche steht noch eine Flasche Rum rum…

Glücklich dabei sein

Saturday, September 20th, 2008

Naja, zwar haben die Deutschen am Ende nicht gewonnen, aber doch zumindest gegen uns Schweizer. Was aber nichts heissen will, schliesslich verloren wir auch gegen Norwegen und Österreich. Und gegen die EU gabs nur ein Unentschieden. Sieglos, glücklos und glücklich wurden wird 21. von 23 Mannschaften an der Fussball-Europameisterschaft der **-ämter. Glücklich weil Fussballspielen trotz der Niederlagen doch ziemlich viel Spass gemacht hat. Und wer kann schon von sich sagen in der Fussball-Nationalmannschaft gespielt zu haben?

Die Österreicher haben sich als hervorragende und grosszügige Gastgeber ausgezeichnet. Essen und Unterbringung waren feudal, das Fussballturnier hätte etwas länger dauern können, aber das haben wir ja selber aus der Hand gegeben, die Athmosphäre war phänomenal und international. Natürlich auch feuchtfröhlich. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Nur Internet gabs nicht in Austria, bzw im Tirol / Zillertal. Obwohl ich mir das im voraus habe versichern lassen. Konnte zumindest keines finden. Drum kommt dieser Bericht etwas spät.

Ich könnte noch ausführlich erzählen von Luftgitarrespielenden Belgiern, Festbänke-und-Tische-an-den-Rand-der-Belastbarkeit-führende Rumänen, im-Luxus-Car-reisende Holländer, kontaktfreudige Briten, Anzugbesudelnde Norweger, Schnapsausgebende Österreichert und exzessiv tanzende Schweizer, Kartenspielende Schweizer und Boggiaspielende Schweizer. Aber das lass ich sein. Schliesslich muss man es erlebt haben, um es zu verstehen. Dabei sein ist alles. Besonders nachdem man verloren hat.

Ausserdem hab ich nicht genug Zeit, ausführlicher zu berichten. Heute fängt für meine Mannschaft die Saison an. Zwar nicht im Fussball, aber nicht minder wichtig. Und es geht definitiv nicht nur ums dabei sein.

Die Ersparnisse des Vatikans reichen für viele Drinks

Sunday, August 31st, 2008

Ich hab vom Papst geträumt. Keine Ahnung woher das kam, ich war mit ein paar Freunden bei einem päpstlichen Konzil eingeladen, wo wir auch heftig mitdiskutiert hatten (Diskutieren die überhaupt in so einem Konzil? Heisst doch Konzil, oder?). Hinterher setzt sich der Papst (Beni, nicht J.P.) zu uns und meint, wir sollten noch ein wenig mit ihm um die Häuser ziehen.

Und wir zogen. Der Beni ist ein ziemlicher Schluckspecht, dass muss man einmal festhalten. Und ich spreche (schreibe) hier nicht von Messwein. Der hat die ganze Palette drauf. Und lieber zwei Drinks vor dem Gesicht als nur einen. Wir zogen also mit Seiner Heiligkeit durch die Bars und tauschten die Ersparnisse des Vatikans gegen Alkoholika ein. Und der Vatikan ist bekanntlich “wohlhabend”.

War ein ziemlich lustiges Erwachen. In dreifacher Hinsicht. Erstens, weil ich den Beni doch eigentlich gar nicht kenne: Wieso also von ihm träumen? Zweitens, weil ich mich eigentlich nie an meine Träume erinnern kann. Drittens, weil ich einen leichten Kater hatte. (Der allerdings zugegebenermassen auch aus der realen Welt stammen kann: Wein, Bier, Pokerspiel und Super Mario Smash Football bis morgens um Vier.) Und viertens, weil doch der Büne Huber im Schlaf eine Begegnung mit Federico Fellini hatte, der ihm den Titel zum neuen Patent Ochsner Album eingeflüstert hat. Leider habe ich keine Band, was wollte mir Papst Beni also mitteilen? Das ich meinen Traum bloggen soll?

Die meisten sind schlecht

Tuesday, August 26th, 2008

Eben habe ich in einem fremden Blog ein Zitat von Fredy Nietzsche gelernt:

“Die Gewöhnung an Ironie ebenso wie die an Sarkasmus verdirbt übrigens den Charakter.”

Nietzsche habe ich bisher nur ansatzweise begriffen, geschweige den gemocht. Der Kerl ist mir zu kompliziert und wo er sich auf mein Nivea herab begibt, da teile ich seine Meinung nicht.  So wie auch hier. Zugegebenermassen verdirbt Ironie und Sarkasmus die Laune, wenn man sich ihnen zu sehr hingibt. Aber die Sich-der-Ironie-Verweigerung ist meiner Ansicht nach ein schlechter Charakterzug und birgt Bitterkeit in sich. Ausserdem ist der Übergang zur Humorlosigkeit fliessend. Welche wiederum der Tod der Geselligkeit ist. Hingegen fand schon Bias vor 2500 Jahren durchaus Doppeldeutig:

“Die meisten sind schlecht.”