Back to School

Ein Studium in Angriff nehmen, wieder zur Schule zu gehen. Drei Jahre nach der kaufmännischen Lehre und sieben Jahre nach Abschluss der Matura die eigene Ausbildung wieder aufnehmen, fortsetzen, neu lancieren. Der Gedanke zu studieren geisterte nicht erst seit gestern in meinem Hinterkopf herum. Nicht erst seit gestern habe ich mich mit dem was und wo auseinander gesetzt. Nach langer Odyssee war ich froh, einen Studiengang gefunden zu haben, der meinen Vorstellungen entsprach. Froh war ich auch um Bambi, einen Studenten, der mir dieses Studium in wärmsten Tönen weiterempfohlen hatte.

Im September führte mein Weg also zurück in die Schulzimmer, zurück zu Lehrerinnen und Lehrern. Aus freien Stücken. Ich freute mich und war sogar bereit viel Geld dafür bezahlen.

Die Schule ist ein Glückstreffer. Ein imposanter Betonbau, der trotzdem Wärme ausstrahlt, mit verwinkelten Gängen und Stockwerken, in denen man sich auch am Ende des ersten Semesters noch verirrt. Die Wärme setzt sich in den Zimmern fort. Die Schule befindet sich zwar in Zürich, ich nehme den Weg (und der ist, für Schweizer Verhältnisse, nicht kurz) aber gerne auf mich. Schliesslich muss ich dort nicht viel Zeit verbringen. Die Schule liegt ideal, nur drei Gehminuten vom Hauptbahnhof Zürich entfernt. Sechs Minuten Zürich, dreimal die Woche, sind verkraftbar.

Die meisten Dozenten sind nicht nur Fachleute und Experten, sondern geben sich auch die Mühe, interessant und didaktisch klug zu unterrichten. Auf, dass in den Spinnweben in den leeren Schädeln der Studenten auch tatsächlich etwas hängen bleiben möge. Innert kürzester Zeit hat sich ein Sammelsurium aus Fachwissen und Anekdoten angehäuft, das ich nicht mehr missen möchte.

Zum ersten Mal sind auch die Klassenkolleginnen und –kollegen ähnlich gesinnte. Früher hatten alle Mitschüler den bisher gleichen Weg hinter sich, aber völlig verschiedene Ziele. Hier ist es anders: Jede und Jeder hat eine andere Vergangenheit, eine andere Vorbildung und übt einen anderen Beruf aus. Aber alle haben ein ähnliches Ziel und vorerst den gleichen Weg vor sich.

Hinter mir liegt ein Semester aus Erfahrungen und Erlebnissen, die ich mit Freude aufgesogen habe. “Zurück an der Uni” hat das alte Leben des Schülers und Studenten neu begonnen.

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2 Responses to “Back to School”

  1. Domenicus says:

    Tönt ja danach als hättest du die richtige Lerninstitution „ausgelesen“. Doch schon viel geiler, wenn einem die unterrichtende Materie zu einer hohen Prozentrate gefällt – wie oft habe ich mich im Gymnasium über schläfrige, trockene Chemie- Physik oder Franzstuden zu Tode gelangweilt und sass einfach apathisch da.
    Im Studium ist es da schon ein bisschen anders – gut die euphorische Begeisterung eines Studenten-Daseins, hat kontinuierlich bis in 5 Jahr nun auch nachgelassen. M-buget Parties oder Vorlesungssaalbesetzungen wegen irgendwelchen trivialen bürokratischen Modifikationen werden anders betrachtet. Was sicherlich blieb ist die Faszination in einen Raum zu gehen, wo Wissen einfach so vermittelt wird!

    Ich kann mir gut vorstellen, dass deine akademische Pause (ich meine, das Selbststudium hat ja bei dir nie aufgehört;-) sich sicherlich positiv auf das Interesse und die Motivation auf das Studium ausgewirkt haben!

  2. weareyokko says:

    zwei Daumen hoch für deine Blogs! Gefällt und ist reserviert für regelmässige updates…! cheers

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