Catwoman vom dritten Stock

Halle Berry wurde von irgendeinem Magazin zur „Sexiest Woman Alive“ gewählt. Ein schöner Titel. Auch eine schöne Frau. Und eine gute Schauspielerin. Denn: Frau Berry hat einen Oskar als beste Schauspielerin zu Hause auf der Kommode stehen. Okay, es gibt ziemlich viele, die einen Oskar haben. Aber: Frau Berry hat noch einen anderen Preis zuhause. Einen, den sonst niemand hat: Für Ihre Hauptrolle im Film „Catwoman“ wurde ihr die Goldene Himbeere verliehen und als bisher einzige hat Frau Berry das Him-Berry bei der Verleihung auch in Empfang genommen. Demzufolge, ist sie offiziell die einzige Frau und der einzige Mensch, auf deren Kommode ein Oskar und eine Himbeere stehen.

Die Wohnung im dritten Stock unseres Hauses, gleich unterm Dach, dort wo es Erker und Türmchen hat, wird von einer Katzenhalterin mit Peitsche bewohnt. Catwoman.

Was sie nachts treibt, weiss ich nicht. Da gibt es diverse Gerüchte. Aber sie könnte durchaus als Rächerin durchgehen. Obwohl sie rote Haare hat und Frau Berry auch sonst nicht ähnlich sieht. Und nach Balkonstürzen nicht immer auf den Füssen landet. Aber das ist womöglich nur Tarnung und Catwoman schleicht sich Nacht für Nacht aus dem Erkerfenster um von Dach zu Dach zu springen und Bösewichte zu jagen.

Vielleicht ist sie darum meist müde, wenn sie abends bei uns klingelt: Tagsüber im Büro arbeiten und nachts die Stadt (un)sicher machen muss anstrengend sein. Dann klingelt sie und kommt auf einen Schwatz herein, lässt sich aber selten überreden ein Glas Wein zu trinken oder gar bei uns zu Abend zu essen. So sind sie, die Katzen: Schauen immer wieder bei denn Menschen in der Nachbarschaft vorbei, gehen dann aber doch wieder ihrer eigenen Wege. Und wenn ihnen die Milch zu kalt ist oder das Essen nicht passt, lassen sie es stehen.

Im Film ist Catwoman ziemlich männerfeindlich. Die Echte ist aber zumindest zu mir recht freundlich. Man muss sie einfach mögen, wenn sie einem schnurrend um die Beine streichen. Nur leider versteht sich Catwoman fast ekelerregend gut mit Honeybunny. Wie soll ich gegen so viele animalische Weiblichkeit bloss ankommen? Erst recht, wenn sie Superheldenkräfte haben?

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3 Responses to “Catwoman vom dritten Stock”

  1. Ella says:

    Das erinnert mich an einen jungen Mann, der einst in den Ferien neben mir reitend (auf Pferden, jawohl!) immer vor sich hin sang: “Ich bin Batmaaan, ich bin Batmaaan, ich bin Batmaaan.” Ansonsten war er eigentlich ganz normal und ich fand ihn vielleicht auch ein bisschen toll. Egal. Einmal überraschte er mich jedenfalls mit “Ich bin Batmaaan. Und wer bist du?” Und da fiel mir auch nur ein erschrecktes “Ich bin Catwoman” ein. Allerdings war das zu einer Zeit, als man dabei noch Michelle Pfeiffer vor Augen hatte…
    Was tun gegen Superfrauen? Nichts. Aber versuch doch mal, dich in Gefahr zu bringen und dann retten zu lassen – wenn das nicht an deiner Ehre kratzt .;-)

  2. Ella says:

    Im fernen Berlin herrscht Luparasehnsucht. Man hegt Zweifel daran, dass im Süden einfach nichts geschieht.

  3. Pharmama says:

    Halle Berry finde ich toll. Ich denke, sie ist auch ein Vorbild für alle Diabetiker, dass man nämlich wirklich alles machen kann – auch mit Diabetes.
    Zur Katzenfrau: lieber “Catwoman” -mässig als die andere Variante: die mit den 15 Katzen in der 2 Zimmer-Wohnung …

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