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Stich mit Bart

Wednesday, January 27th, 2010

Kürzlich habe ich den neuen Bart-Trend prophezeit: Alan aus Hangover war der Erste. Frankie Slow Down hat den Trend aufgegriffen. Das stimmte mich nachdenklich: Sollten Vollbärte auch ausserhalb von Eishockey-Playoffs wieder die Köpfe grosser Männer zieren müsste ich mitziehen. Zumindest im Rahmen meiner bartwuchsmässigen Möglichkeiten.

Noch lieber wäre ich ja voran gegangen. Doch beim voran gehen ist es so eine Sache: Man weiss nie, ob die anderen dann auch tatsächlich folgen. Da krempelt man die Ärmel nach hinten und stürzt sich in eine Schlägerein, der Unterstützung im Rücken gewiss. Doch kaum hat man dem grössten Gegner den ersten Schwinger ins Gesicht platziert, merkt man, dass sich die anderen doch noch umentschieden haben. Das ist natürlich nur ein Gedankenkonstrukt eines rein theoretischen Berserkers. In der Realität bin ich ja ganz kuschelig. Ausserdem waren Alan und Frankie ja schon vor mir da.

Aber die Bartsache hat jetzt eine neue Dimension erreicht: Sting hat den Bart auch stehen lassen! Ich habe mich immer gefragt, wie er mit einem so coolen Künstlernamen seine Band The Police nennen konnte. Wie kommt man auf die Idee seine eigene Band nach Gesetzeshütern zu benennen? Trotzdem, Sting hat keinen Schnauzer, sondern einen Bart. Nach den Kumpeltypen Alan und Frankie trägt jetzt auch Den-die-Frauen-wollen Sting Stahlwatte im Gesicht. ich sollte meine Rasierklingen wohl tatsächlich im Internet versteigern.

Slow Down

Monday, December 21st, 2009

Obwohl ich den Spot vom bfu noch nie im Fernsehen gesehen habe, hat sich der Song Slow Down von Da Sign & The Opposites tief in meinem Gehörgang festgefressen. Das Schöne daran ist, dass es kein nervtötendes Gedudel, sondern ein gutes Stück Musik ist. Und das von einer Schweizer Band. Wenn auch mit unmöglichem Namen.

Das Video zum Song ist ebenfalls stark. Eine gute Idee einfach realisiert mit grosser Wirkung. Chapeau! Einzig schade finde ich, dass Engel Frankie nicht  mitspielt. Der hat Kult-Potenzial. Mich hat er an den Trauzeugen Alan aus The Hangover erinnert. Ob ich mir auch einen Frankie-Vollbart zulegen soll?

Die Slow Down-Kampagne soll noch bis Ende 2011 weitergehen. Ich freue mich auf mehr von Frankie.

Der Verlust eines Freundes

Monday, October 20th, 2008

Manchmal bin ich zu faul zum rasieren. Einige sagen ja, bei mir würde es reichen, eine Tür heftig zu zuknallen. Hab ich ohne Erfolg probiert. Irgendwann erreichen auch meine Stoppeln eine Länge von zehn oder zwölf Millimetern. (Obwohl bei zehn bis zwölf Millimetern spricht man wohl kaum noch von Stoppeln. Bis zu welcher Länge sind es Stoppeln?)

Genetisch bedingt ist mein Kinn leicht kantig gewachsen. So eine Mischung zwischen einer Schuhschachtel und Mickey Rourke. An der linken (aus meiner Sicht) Ecke meines Kinns wächst seit jeher ein besonderes Barthaar. Es ist dunkler und borstiger als seine Nachbarn. Wenn ich mit meinem Finger durch den Bart (wenn man das so nennen kann) fahre spüre ich es ganz deutlich. Es leistet mehr Widerstand als die anderen. Mein Che-Guevara-Barthaar. (Che Guevara ist zwar nicht direkt ein Widerstandskämpfer, aber darüber schauen wir jetzt für einmal hinweg.) Spätestens alle vierzehn Tage wurde der Widerstand jedoch durch die Rasierklinge gebrochen. Aber davon lässt sich Che Guevara nicht beeindrucken. Er wächst wieder nach.

Bis jetzt. Meine Gesichtstundra erobert wieder einmal kultivierte Gebiete zurück. Ich fahre mir also Gedanken verloren durch den Bart, als ich bemerke, dass etwas fehlt. Zuerst kann ich nicht genau bestimmen was es ist, aber dann wird mir klar, was fehlt. Che wächst nicht mehr an seiner üblichen Stelle. Er wächst scheinbar überhaupt nicht mehr. Che ist gegangen. Für mich am schlimmsten ist aber nicht, dass er sich nicht verabschiedet hat, sondern, dass ich nicht bemerkt habe dass er weg ist. Ich kann nicht sagen, seit wann Che nicht mehr Widerstand leistet. Ich habe seinen Abgang verpasst. Ich meine, ich habe natürlich viele Abgänge von ihm miterlebt. Aber den letzten, den wichtigsten habe ich verpasst.