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Eierkochen ist keine Glückssache

Monday, January 25th, 2010

Es soll ja Männer geben, die trotz abgeschlossenem Studium versuchen ein Ei in der Bratpfanne zu kochen. Noch unversehrt in der Schale.

Eigentlich mag ich gar keine Eier. Nur wenn sie zu einer Torte oder einer Mousse au Chocolat verarbeitet wurden. Trotzdem kann ich ein Ei kochen. Wie das geht möchte ich jetzt nicht verraten, sonst würde ich gegenüber jenen, die es nicht wissen einen Vorteil preisgeben. Meine Omeletten sind zwar Mangels Übung nicht immer schön rund und regelmässig dick, aber sie geben sich Mühe, wie Omeletten zu wirken. Und ich kann sogar noch andere Dinge kochen.

Grundsätzlich ist mir egal, wie gut andere Männer kochen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich davon essen muss, ist erfreulich klein. Genauso klein ist aber auch mein Verständnis für solche, die nach Abschluss des Studiums noch immer kein Ei zustande bringen. Wenn sie wenigstens wüssten wie, aber keinen Erfolg dabei haben. Aber wenn er nicht einmal weiss, wie er das anfangen sollen.

Zum Glück gibt es Internet. Da kann man nachschlagen, wie man(n) ein Ei kocht. Könnte man(n). Doch Dummheit ist stolz, so dass er einfach probiert. Anschliessend lädt er die Holde auf eine Pizza ein, weil es in der Küche nach verbranntem Öl und angekohlter Eierschale riecht. Kein Schreibfehler, er hat tatsächlich eine Freundin. Unvollstellbar.

Küchentür

Friday, September 19th, 2008

Die Küchentür öffnet nicht richtig. Will heissen, sie geht schon auf, fällt aber dann wieder zu. Eigentlich müsste es wohl heissen, die Tür bleibt nicht richtig offen. Aber das klingt irgendwie seltsam. Wie als hinge die Tür am falschen Ort. Die fallende Tür ist jedenfalls nicht sehr praktisch, wenn man beispielsweise mit Essen und Geschirr ins Esszimmer will oder auch auf dem Rückweg. Oder wenn man mit Sandwich und Bier Richtung Wohnzimmer unterwegs ist. Auch beim Müll-raus-oder-Einkäufe-rein-tragen stört die Tür.

Aushängen ist nicht, denn ab und zu wollen wir die Tür ja schliessen um Küchengerüche einzusperren. (Nicht das die Gerüche unangenehm wären, wir kochen ja nur lecker, aber Gerüche altern in einer Wohnung recht schnell und alte Dinge riechen selten gut, mal abgesehen von  und Wein vielleicht). Also: ein Türstopper muss her. Nur woher? Internet. Versteigerungsportale. Fehlanzeige. Ebenso Versandhandel und andere Onlineanbieter: Die Türschwelle ist zu hoch, daher hängt die Tür ebenso hoch und so hohe Stopper gibts gar nicht. In der Stadt hab ich nirgends Türstopper gefunden. Niemand will seine Tür auf halten. Niemand will seine Tür aufhalten. Niemand will seine Tür stoppen.

Zum Glück bin ich ein Improvisationstalent. Hauptgebiet: Zweckentfremdung. Jetzt hält eine Flasche meines Lieblingsrums unsere Tür auf.