Posts Tagged ‘Rock’n'Roll’

Yokko – Industrial aus den Tiefen des Untergrunds

Friday, September 10th, 2010

Es steht kurz bevor. Tief unter der Stadt dröhnt und brodelt es, steigt langsam an die Oberfläche. Unaufhaltsam wird es nach oben getrieben. Nicht die Hero Turtles, nicht Gozilla sind unter der Stadt erwacht. Eine industrielle Erscheinung, ungezählte Stockwerke unter der Strasse ins Leben gerufen, nimmt ihren Anfang und jagt sphärisch klangvolle Drohungen durch den Nachthimmel.

Einige wenige Auserwählte sind eingeweiht, wissen um die Zukunft. Aber jeder in den Strassen kann ihn fühlen, den bevorstehenden Knall, den Big Bang. Dann, wenn es oben ankommt, seine in der Tiefe angesaugte Energie entlädt und in die Welt des Rock’n'Roll schleudert… dann, wird ein neues Kapitel hinzugefügt. Yokko.

Ein dichter, verführerischer Klangnebel, dahinter pumpende Energie und frostig tiefer Gesang. Yokko.

Indie steht nicht mehr alleine für Independent. Indie bedeutet Industrial. Yokko.

Nach Britpop und Skandinavia der dritte Akt des Indie-Rock. Yokko.

Die Silos sind geöffnet, die Raketen startbereit. Yokko ist ready to takeoff. Ein kleiner Versuchsballon kann hier vorab genossen werden, die offizielle Seite ist in der Linkbar rechts verlinkt.

Top Five: Rock Songs

Friday, May 21st, 2010

Sie ist die Mutter aller Top-5-Listen: Die Top 5 Rock Songs. Um auf die Liste zu kommen mussten die Songs ein einziges Kriterium erfüllen: Sie mussten sich in meiner CD bzw. iTunes Sammlung befinden.

Die Top 5 zu erstellen war unerwartet hart und. Ich habe mir stundenlang Songs angehört (was ich an sich sonst auch tue), Listen erstellt, Songs gestrichen, neue Listen erstellt. Am schlimmsten war aber die psychische Belastung. Ich musste mich auf fünf Songs beschränken und mich von mir ans Herz gewachsenen Songs wie The Pretender von Foo Fighters oder Apple Tree von Wolfmother verabschieden.

Und hier ist der hochkonzentrierte Tropfen meiner Top 5 (In alphabetischer Reihenfolge. Die Belastung war zu gross, als dass ich sie noch hätte ordnen können.):

Arctic Monkeys: I Bet You Look Good On The Dancefloor
Aggressiv, frech, dreckig, gradlinig. In meinen Augen repräsentiert dieser Song, was die Arctic Monkey ausmacht. Dazu ein Songtitel, der nach seinesgleichen sucht.

Feeder: Seven Days In The Sun
Feeder spielt melodiös, (g)riffig, eingängig. Die Britishe Indie-Band ist eine meiner Liebsten Bands. Seven Days In The Sun ist ein Surfer Song mit kantigen Gitarrenriffs und einer Gesangslinie mit hohem Wiedererkennungswert.

Glasvegas: Geraldine
Glasvegas’ Beitrag zum Komm-wir-machen-einen-Song-über-ein-Mädchen. Die Schotten um den ex-Fussballprofi James Allan haben sich mit ihrem erstem Album mein Herz erobert. Die epische Hymne Geraldine hat dabei kräftig mitgeholfen.

JET: Cold Hard Bitch
JET haben den Prä-Metal-Rock-Sound aus den siebziger Jahren ins heute geholt. Der Erstling holte in Australien 8fach Platin und JET wurden mit Are You Gonna Be My Girl berühmt. Trotz kommerziellem Erfolg hat sich ihre Musik nicht in Pop umgewandelt. Dieses Jahr sehe ich sie live am Gurtenfestival.

Stereophonics: My Friends
Das Intro des Songs fühlt sich an wie Lederjacken und Ray Ban-Sonnenbrillen. Auch nach dreizehn Jahren und fünf Alben auf Platz eins der UK-Charts ist der Stereophonics Sound noch immer unverkennbar. Die Musik strahlt auf mich eine direkte, unverhüllte Ehrlichkeit aus, was die Band zu einer meiner liebsten macht. Auch live am Gurten.

Die Paninifrage: 188

High Fidelity: Top Five 2009

Sunday, January 3rd, 2010

Inspiriert von Nick Hornbys High Fidelity und gesehen bei Loretti. Die Top 5 meiner im 2009 gekauften Alben:

1. Glasvegas von Glasvegas
Die Band wurde von dem ehemaligen schottischen Fussballspieler James Allan gegründet. Die Rockhymnen und die wummernde Basedrum haben sich in meinem Gehirn festgesetzt. Das Album ist für mich grandios und gehört in jede Sammlung.  Ich bin richtig süchtig nach Glasvegas. Insbesondere: Flowers And Football Tops, Geraldine und Go Square Go.

2. Pull The Pin von Stereophonics
Ich habe mir 2009 zwei CDs von den Stereophonics gekauft (Pull The Pin und Word Gets Around). Die Band spielt die fliessende, verzerrte und eingängig Art von Gitarrenmusik, die ich liebe. Pull The Pin ist ein bisschen härter und kriegt darum den Vorzug. Ohrgenuss mit Stone, I Could Lose Ya und Pass The Buck.

3. Limited von The Monofones
Mein alter Lehrer hat eine der besten CDs des Jahres herausgegeben. Klingt ziemlich spiessig, oder? Die Musik der Monofones ist aber alles andere als spiessig, sondern irgendwo zwischen Punk und Rockabilly. Und mein alter Deutschlehrer spielt die verzerrte Gitarre. Das Album möchte ich jedenfalls nicht mehr missen müssen. Darum habe ich mir gerade das Neue bestellt.

4. Don’t Believe The Truth von Oasis
Darauf sind Hammersongs wie The Importance Of Being Idle, Turn Up The Sun und Lyla. Letzterer ist zwar schon fast so pop(ulär), dass er von staatlichen Radiosendern gespielt werden könnte. Trotzdem bekomme ich schon vom Anfang dieses Liedes eine Gänsehaut, wenn der Bass pulsiert und Liam die ersten Zeilen ins Mikrophon ruft. Don’t Bevelieve The Truth ist das letzte Oasis-Studioalbum, das mir noch gefehlt hat.

5.The Beatles (The White Album) von The Beatles
Das Legendäre White Album musste ich unbedingt haben. Da ist von allem was dabei: Reggae, Pop, Rock und Metal. Das Album ist voller Perlen wie zum Beispiel Happiness Is A Warm GunEverybody’s Got Something To Hide Except Me And My Monkey und dem härtesten Rocksong aller Zeiten: Helter Skelter.

Mein Vorsatz fürs neue Jahr: Ich will mir die Top 5 von Loretti anhören. Vielleicht schafft es eine davon in meine Top 5 für 2010.

Das Ende von Oasis

Friday, December 18th, 2009

Am 28. August 2009 war ein trauriger Tag. Noel Gallagher gab seinen Austritt aus der Band und damit die Auflösung von Oasis bekannt:
People will write and say what they like, but I simply could not go on working with Liam a day longer.

Es ist für die meisten nichts neues, dass ich ein bekennender Anhänger von Oasis und deren Songs bin. Ja, trotz und gerade auch wegen deren Arroganz auf der Bühne. Ich finde, man muss schon ziemlich cool sein, so etwas die ganzen Jahre lang durchzuziehen.

Nun soll es fertig sein mit der Band und mit Songs wie Champagne Supernova, Supersonic und Headshrinker. Diesmal sollen sich die Brüder endgültig zerstritten haben. Eine Versöhnung wie bei früheren Streits scheint ausgeschlossen.

Ich glaube nicht, dass es sich nur um eine PR-Inszenierung handelt oder so. Wahrscheinlich lagen sich die Brüder zuvor noch nie so in den Haaren. Oder sie können die Schuld heute nicht mehr auf Alkohol und Drogen abschieben.

Trotzdem glaube ich aber fest daran, dass Oasis irgendwann wieder zurück kommt und uns ein grandioses neues Album vorlegen wird. Morning Glory II, ein The White Album oder etwas in der Grössenordnung.

Definitely Maybe.

Mein Central Perk

Tuesday, December 9th, 2008

Ich glaube, ich habe mein Central Perk gefunden.

Phoebe, Joey, Chandler, Ross, Rachel und Monica haben mich durch meine Jugend begleitet. Und würden es wohl noch immer tun, wenn es die Serie “Friends” noch gäbe. Durch die Jugend begleiten meine ich.

Seit meiner ersten Staffel war ich auf der Suche nach meinem eigenen Central Perk. Einem Feierabend-Lokal, wo man sich trifft, diskutiert, Spass hat und auch Mal die Nächte durchzecht. Wo man sich wohl fühlt und ausspannen kann.  Wo man Freunde und bekannte Gesichter trifft. Wo man zu hause ist. Ein harter Krieger will nach Jagd und Schlacht ja auch sein schwer verdientes Bier trinken.

Mein Central Perk heisst La Cueva. Eine kleine Bar, die eine Strasse weiter eröffnet wurde. Bier, Wein, Tequila, laute Musik, ein knappes Dutzend Barhocker, eine Bank an der Fensterfront, kleine Wandtische,  aussergewöhnlicher Barkeeper und durchgeknallte Gäste. Männerherz was willst du mehr?

Die Bar und der Krieger waren sich sofort sympathisch. Honeybunny, Catwoman, der Kapitän und der Seebär teilten die Ansicht. Entsprechend feucht und lang zog sich die Nacht.

Seither sehnsüchtige Blicke im Vorbeigehen: Die Barhocker stehen oben. Die Öffnungszeiten entsprechend leider nicht denen des Central Perk. Ein Umstand, der noch anzupassen wäre.

Zum Sport: Das Spiel ging kurz vor dem Barbesuch verloren. Entsprechend feucht und lang zog sich die Nacht.

Draussen schneit es.

Long Live Rock’n'Roll!

Saturday, October 18th, 2008

Diese Woche war AC/DC-Woche. Die CD “Black Ice” kam in die Plattenladen und am Donnerstag startete der Ticketverkauf für das Konzert in Zürich. Honeybunny ist ein bisschen AC/DC-Fan. Um an Tickets zu kommen hatte sie ein Dutzend Leute angeheuert. Doch die Seite des Online-Anbieters war bereits 90 Minuten vor der Eröffnung des Verkaufs überlastet und Honeybunnys Freunde schafften es nicht, rechtzeitig auf die Seite zu kommen und Konzerttickets zu ergattern. Nach einer knappen halben Stunde war der Spuk dann auch schon vorbei. Honeybunny ist traurig und hört zum Trost “Black Ice”, was sie wiederum an die verpassten Tickets erinnert. Ein Teufelskreis.

Zehn Tage vorher haben zwei andere Rock’n'Roll Brüder eine neue Scheibe veröffentlicht: Oasis “Dig Out Your Soul”. Natürlich grottenschlecht, wie alle Oasis-Alben seit “Definitely Maybe” und “Morning Glory”. Aber wer Kritikern glauben schenkt, hat Musik nicht verstanden. Sage ich, der kein instrument spielt. Mein Talent liegt aber auch unbestritten im Musikhören.

In den letzten zehn Tagen also ist das Jahr auf dem musikalischen Gipfel angelangt. Unerreichbar. Angus und Liam, Noel und Malcolm begleiten uns von nun an. Haben sie zwar bisher auch schon getan. Aber von nun an zu viert und in Stereo.