Wie oft wird man vom Wetter überrascht? Ich meine wie oft ist man nicht auf das passierende Wetter vorbereitet? Ich schaue am Morgen selten aus dem Haus, weiss erst ob‘s draussen stürmt, wenn ich die Haustür zumache. Zu spät, um meine Ausrüstung dem Wetter anzupassen. T-Shirt und FlipFlops oder Pellerine und Survival-Kit?
Dass ich nicht in drei verschiedenen Städten wohne, arbeite und studiere macht es nicht einfacher, zumal das Wetter lokal begrenzt passieren kann. Im Kurzarmhemd im Schneegestöber oder mit Wollpullover unter der wolkenlos brütenden Sonne zu stehen, sind für mich darum nicht bloss Episoden aus irgendeiner TV-Serie.
Tritt man Tag und Wetter unvorbereitet wie ich entgegen, kann man nur verlieren. Mit einem alleine werde ich gerade so fertig, aber beide zusammen sind selbst an meinen guten Tagen zu stark für mich. Warum also dagegen ankämpfen, wenn die Niederlage gewiss ist?
Die bleibende Option ist Anpassung. Dabei bleiben die Regeln natürlich die gleichen: Ich bleibe unvorbereitet. Ich passe nicht meine Ausrüstung dem Wetter an, sondern meine Laune. Es gibt genug andere, die sich nur ab eitlem Sonnenschein erfreuen und die bei trübem Wetter ihre Freude am neuen Tag zu Grabe tragen. Das Haus zu verlassen ist so immer eine Freude, sei es über Sonnenstrahlen, Schneeflocken, Nebelfetzen oder Regentropfen. Die miesepetrigen Nachbarn müssen den immergrinsenden Kerl der durch den Regen tanzt für verrückt halten.
Mir bleiben die Vorteile des Verrücktseins: Ich brauche nie einen Schirm mit mir herumzutragen, meine Freude und Energie sind unabhängig von Wetter und Sonne, mir säuft im Gegenteil kein Schlechtwetterregen den Saft aus den Knochen und die Mädels lachen einfach schöner zurück, wenn man statt einer Zitronenvisage ein schelmisches Regenwettergrinsen zur Schau trägt.
Die Paninifrage: 54